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Pro Prognos Bonn e.V.

Siegburger Straße 223
53639 Königswinter

Tel : 02244 / 87 850 0
Fax: 02244 / 87 850 20
office@proprognos.com

Pädagogische Leitung

Dr. Hans Joachim Seeger

Kaufmännische Leitung

Christian Palmes

 

Individualpädagogik Frankreich


Pro Prognos Bonn e.V. betreut Kinder und Jugendliche in individualpädagogischen Maßnahmen in der südfranzösischen Region Languedoc-Roussilion. Die große Vielfalt der urbanen und geografischen Gegebenheiten in dieser abwechslungsreichen Region ermöglicht unserem Träger mit Hinblick auf individuell zugeschnittenen Jugendhilfemaßnahmen, eine große Bandbreite an Settings anzubieten. Die Möglichkeiten erstrecken sich vom reizarmen Setting im gebirgigen südfranzösischen Hinterland bis hin zu Gastfamilien, die in Städten oder Ortschaften leben.

Menschenbild und Struktur

All unsere in Frankreich betreuenden Familien stellen sich hochengagiert und motiviert der Herausforderung einen deutschen Jugendlichen aufzunehmen und zu begleiten. Nach der Vorbereitung des Klienten in Deutschland, legen wir in der ersten Phase der individualpädagogischen Maßnahme den Fokus auf Stabilisierung und Orientierung im neuen Lernfeld. Jedes Kind oder Jugendliche benötigt zu Beginn Zeit zum Ankommen. Vermittlung von sprachlichen Fähigkeiten und das Kennenlernen der neuen Kultur und Familie stehen dann im Mittelpunkt. Zu Beginn ist der Wirkkreis des Jugendlichen auf die Familie und die Mitarbeiter von Pro Prognos konzentriert. Dies öffnet sich mit zunehmendem Aufenthalt über Schule, Freundeskreise, Ausbildungsstellen oder Vereinstätigkeiten. Das erlernen sozialer Kompetenzen in Peergroups steht dann vermehrt im Fokus.
Das französische Familien- und Schulsystem bietet unseren Klienten viele Chancen. Neben einem klar Strukturierten Alltag und Rahmen in einem vorrangig zentralistischen und auf Zusammenarbeit und Kooperation organisierten Schulsystem, bieten die ebenfalls klar organisierten und mit hohem Gemeinschaftssinn sozialisierten Familien eine sichere Basis für die Neuorientierung von Verhaltensweisen. Das gesunde Maß von Autorität und familiärer Unterstützung bietet unseren Klienten oft erstmals den stabilisierenden Rahmen, um korrigierende Erfahrungen zu erleben. Orientierung, Klarheit und Struktur bietet das klar hierarchisierte und von allen Franzosen als selbstverständlich angesehene Rollenverständnis von Organisationen, Institutionen und Autoritäten.
Neben der geplanten Rückführung nach Deutschland lässt sich auch eine Verselbstständigung vor Ort ermöglichen. Diese wird durch den Träger Pro Prognos und die Gastfamilie organisiert. Diese bietet auch über die Maßnahme hinaus oftmals einen emotionalen Ankerpunkt für die Südfrankreich verselbstständigten jungen Erwachsenen.

Vernetzung und Begleitung

Neben der fachlichen Aufsicht aus Deutschland werden alle Maßnahmen vor Ort durch die Koordinatorin Frau Seidel und dem Team aus Psychologen und Sozialpädagogen begleitet. Ausgehend von dem zentral gelegenen Büro in Gabian (France), wird die fachliche Begleitung der Familien und unserer Klienten durch zweisprachige Psychologen und Sozialpädagogen koordiniert. Der hohe personelle Aufwand vor Ort garantiert eine hochprofessionelle und sofortige Krisenintervention, Begleitung sowie Unterstützung oder Supervision der Familien und Klienten.
Vor Ort sind wir in engem Austausch mit Schulkrankenschwestern, Psychologen, Ärzten und Psychiatern im direkten Umfeld der jeweiligen Familien und haben zudem Kooperationen mit deutsch sprechenden Ärzten und Psychiatern in Montpellier, Bezier und Millau. Individuell können externe Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten abgesprochen und genutzt werden, sofern wir dem Bedarf des Einzelfalles mit unseren Kapazitäten vor Ort nicht gerecht werden können.
Je nach Hilfeverlauf und Einzelfall stehen alle Kommunikationsmedien zur Verfügung, um den Kontakt der Klienten zur Herkunftsfamilie oder dem Kostenträger entsprechend der im Hilfeplan getroffenen Vereinbarungen zu garantieren. Es werden monatliche Berichte erstellt, um die Eltern sowie den Kostenträger regelmäßig über die Entwicklungsfortschritte zu informieren.
Die schulische Anbindung erfolgt in der Regel durch die Einschulung in einer französischen Schule. Auch hier bietet das französische Schulsystem mehrere Möglichkeiten um den Voraussetzungen der Schüler gerecht zu werden. Zudem besteht über den Schulbesuch hinaus die Möglichkeit, eine Ausbildung vorzunehmen und mit einem Abschluss nach Deutschland zurück zu kehren. Welche Ausbildungsform günstig und welche Anerkennung durch die IHK möglich ist, muss im Einzelfall abgesprochen werden.

Fachlichkeit

Neben pädagogischen Grundberufen und Ausbildungen besitzen alle Gastfamilien ein gültiges Agrément, welches als Grundvoraussetzung für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen vom französischen Staat vergeben wird. Diese Prüfung und Zusatzausbildung ist für eine Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Frankreich zwingend erforderlich und wird vom französischen Staat regelmäßig überprüft. Das Agrement geht zudem mit der Überprüfung der persönlichen Eignung und fachlichen Qualifikation der Gasteltern sowie der Kontrolle des Wohnraums einher.

Prinzip Fremdsprachlichkeit – Immersive Lerneffekte

In Frankreich nutzt Pro Prognos gezielt und konzeptionell unterstützend die Fremdsprachlichkeit der Familien für pädagogische Zwecke. Die Erfahrung zeigt, dass gewissem sozialen Auffälligkeiten oder schulverweigerndes Verhalten somit sehr effektiv entgegengewirkt werden kann. Zudem richtet sich der Fokus zu Beginn der Maßnahme sehr stark auf die Familie und das entstehende Abhängigkeitsverhältnis führt zu einem intensiven Bezug zu der Gastelternfamilie. Zudem konnten beobachtet werden, dass der Kontakt zu den begleitenden deutsch sprechenden Fachleuten sehr intensiv genutzt wird, so dass von Beginn an zielgerichtet und intensiv an den Problemlagen gearbeitet werden kann.
Die Betreuung in vorrangig französisch sprechenden Familien ist nur durch die enge Begleitung durch dauerhaft vor Ort lebende zweisprachige Fachleute möglich. Wir lassen die Kinder und Jugendlichen nicht allein in einem fremden Land. Unterstützung bieten wir zum einen durch einen individuellen Fremdsprachenunterricht in der Familie, der bisher von den Klienten hochmotiviert angenommen wurde. Die Erfahrung zeigt, dass mithilfe dieser immersiven Lerneffekte eine Hinführung auf eine öffentliche französische Schule im Regelfall in 3 bis 5 Monaten möglich ist und die Integration in den französischen Alltag deutlich besser gelingt.

Alle Jugendlichen haben zu Beginn jederzeit die Möglichkeit, bei Verständigungsproblemen über eine „Hotline“ Kontakt zur Koordinatorin, einem Psychologen oder einem Sozialpädagogen aufzunehmen. Zudem wurden in der Vergangenheit mit den Gasteltern und Sprachlehrern didaktische Hilfsmittel entwickelt, um den zweisprachigen Alltag zu Beginn zu erleichtern.

 


Bundesarbeitsgemeinschaft Individualpädagogik e.V.
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